Gesunde Gemeinde
Dieser Bereich befindet sich noch im Aufbau
+ Veränderungsbereitschaft
„Die Grenze der praktischen Theologie: Man kann einem Menschen nur dann helfen, wenn er sich wirklich helfen lassen will.“
– Helge Stadelmann
„Christ zu sein, bedeutet Veränderung: Heiligung. Als Einzelner und als Gemeinschaft Gott immer ähnlicher zu werden.“
Die Angst Verlieren zu können ist in uns Menschen meist stärker als die Hoffnung auf Besserung. Umfassende Umfragen von Alan Deutschman zeigen, dass über 90% der Menschen lieber sterben (wortwörtlich) als ihren Lebensstil zu verändern (Siehe dazu sein Buch „Change or Die“). Das bedeutet für Erneuerungsprozesse in Gemeinden zunächst ein riesiges Hindernis.
Wie können wir dem begegnen?
Kaum eine Charaktereigenschaft Gott gegenüber ist so wichtig, wie die Bereitschaft, sich Gott hinzugeben und ihm zu vertrauen. Gott warnt ausdrücklich in vielen Stellen vor einer ‚Verhärtung‘, einem ’steinernem Herzen‘. Wie würde sich ein verhärtetes Herz im Leben eines Menschen und in der Gemeinde ausdrücken? Was verlangt Jesus von seinen Nachfolgern in Lukas 18,29? Was würde das für uns bedeuten?
Gemeindeleitungen müssen aufs Neue ihre Gemeinden zur Weichheit hin bewegen.
Mögliche Ansätze:
– durch die Ausrichtung des Blickes der Gemeinde auf die Schönheit Gottes und seines Charakters gepaart mit seiner Macht: Wir können seinem Plan vertrauen, dass dieser der Beste für uns ist.
– durch die Verankerung jeder Veränderung im Evangelium und im Vorbild Christi.
– durch ein Vorbild in der Weichhet und Demut Gott gegenüber.
– Durch das eindeutige und regelmäßige Aufzeigen der Dringlichkeit von Veränderung
– durch persönliche Gespräche
– durch Festigung von Beziehungen und damit Vertrauen in die Leitung der Gemeinde
+ Auf dem festen Fundament der Bibel:
„Du musste wissen, weshalb der Zaun errichtet wurde, bevor du ihn abreißt.“
– G.k Chesterton
In Veränderungsprozessen müssen wir uns davor hüten, das feste und unerschütterliche Fundament des Wortes Gottes zu verlassen.
Gemeindeerneuerung bedeutet nicht ausschließlich: „Voran!“ – sondern zunächst „Zurück!“.
Denn alles, was nicht auf dem Wort Gottes gegründet ist, wird keinen Bestand haben. Denn Gottes Wort ist Gottes Medium, wie er die Welt mit Leben füllte – von ihm allein sollten wir demnach auch die benötigte belebende Kraft für unsere Gemeinden erwarten.
„Das Prinzip, das nicht schon vor 2000 Jahren offenbart worden ist, sollte grundsätzlich hinterfragt werden!“
Hierbei sehe ich zwei Gefahren, die von zwei Extremen ausgehen:
1. Man könnte ein Prinzip mit einem Ausdruck eines Prinzips in der Bibel verwechseln und sich auf falsche ‚Gebote‘ verhärten und damit die Freiheit, zu der Jesus uns befreit hat, beschneiden und zu einem neuen Pharisäertum heranwachsen.
2. Man könnte ein biblisches Prinzip mit der umgebenden Kultur verwechseln und so ‚auf Sand bauen‘, weil man das feste Fundament damit verlässt.
Beide Möglichkeiten verpassen damit den Charakter Gottes. Die einen durch Gesetzlichkeit, die anderen durch falsche Freiheit.
In beiden Fällen braucht es ein ‚Zurück‘ zu Gottes Offenbarung seines Charakters, seines Wesens und seines Willens.
In diesem Bereich möchte ich relevante Themen für gesunde Gemeinde einzeln behandeln.
Zukünftige Themen:
– Auf dem festen Fundament der Bibel
– Veränderungsbereitschaft („Loss Aversion“)
– Gebet
– Hedonismus (Gott lieben & genießen)
– Gottesdienste (Was sollte jeden Sonntag passieren? & ein Blick über den Tellerrand – wie feiern andere Gottesdienst?)
– Gastfreundschaft
– spirituelle Gesundheit
– Motivation (Mut machen, Verantwortung vergeben)
– kontextualisierte Revitalisierung (Eine Größe passt nicht allen)
– geistliche Leiterschaft
– Rolle der Männer
– Gabenorientierung
– Leitung als Vorbild
– identitätsstiftende Gemeinschaft
– Veränderung
– Lobpreis
– Predigten
– Kleingruppen
– Kulturprägung durch Schlüsselpersonen
– Beziehungsgeflecht bauen (Brücken für schwere Panzer, starke Kopplung zwischen Lok und Waggons) Gemeindebau = Beziehungsbau
– Evangelisation
– kontinuierliche Jüngerschaftsprozesse
– „Rule of Life“
– der 5-fältge Dienst
– Bildung von Kopf und Herz: zwischen Diversität und Festigung in der Wahrheit
(John Pipers Bildungsbegriff)
– Bibelverständnis (das Gift der liberalen Theologie – Antwort der Gottesfurcht)
– Ganzheitlicher Gemeindebau
– die Sprache der Gesellschaft sprechen
– Weise Seelsorge
– Die richtigen Prioritäten setzen
– ein liturgisches Leben (Liturgie richtig angewendet)
– Philosophische Tiefe
– Hohe Erwartungen an Mitglieder der Gemeinde
– klare Hierarchie (Hierarchie in der Dreieinigkeit – im Wesen der Liebe vs. unsere Kultur)
